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Willkommen bei der Feuerwehr Freiamt

Feuerwehr Freiamt hat 10 neue Einsatzkräfte!

Seit dem 09. Juni 2021 lief erstmals in der Geschichte der Feuerwehr Freiamt ein Grundausbildungslehrgang mit Auszubildenden die nur aus der Gemeinde Freiamt stammen. Davon 4 Quereinsteiger und 6 aus den Reihen der Jugendfeuerwehr Freiamt. Normalerweise werden solche Lehrgänge immer Zentral bei einer der Stützpunktfeuerwehren im Landkreis durchgeführt.

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Teilnehmer auf dem Bild von links nach rechts:
Adrian Wölfle, Manuel Lang, Jonas Echtle, Fabian Bührer, Manuel Bürklin, Jannik Buderer, Leon Kern, Dominik Bühler, Florian Schwenk, Niclas Gutjahr

Auf Grund der Pandemie war es aber notwendig, die Ausbildung zum einen in kleineren Gruppen durchzuführen und zum anderen auch so, dass eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus nicht den ganzen Lehrgang lahmlegen konnte.

Durch die Tatsache, dass die Feuerwehr Freiamt mit Rolf Quasinowski einen qualifizierten Kreisausbilder in ihren Reihen hat und zudem insgesamt 10 neue Mitglieder für die Ausbildung anstanden, konnte der Lehrgang mit seinem praktischen Teil komplett in Freiamt stattfinden.

Am 09. Juni startete der Grundlehrgang mit dem Onlineunterricht, der Zentral von der Stützpunktfeuerwehr in Emmendingen mit verschiedenen Kreisausbildern als Referenten zu den Teilnehmern nach Hause in die Städte und Gemeinden aus Bahlingen, Endingen, Malterdingen, Sasbach, Sexau, Teningen und natürlich Freiamt abgehalten wurde.

Fortan wurde den Grundlehrgangsteilnehmern hierbei die theoretischen Grundlagen des Feuerwehrdienstes und die damit auch einhergehenden rechtlichen und dienstlichen Pflichten, jeweils mittwochs und donnerstags abends vermittelt.

In den folgenden vier Wochenenden wurde sich dann freitags abends um 18.30 Uhr am Feuerwehrhaus im Ortsteil Freihof eingefunden und alle Teilnehmer mussten einen Corona abstrich durchführen lassen um sicherzustellen, dass keine Infektion vorlag - unabhängig dessen, dass fast alle Teilnehmer zudem den vollen Impfschutz bereits hatten oder im Laufe des Lehrgangs noch erlangten. Die Durchführung oblag der einzigen Frau bei der Feuerwehr Freiamt, Zugführerin Sakia Uta Horbank, die als Krankenschwester, die notwendige Qualifikation hierfür vorweisen konnte.

Nun ging es an den vier Wochenenden zur Sache. Neben Kreisausbilder Rolf Quasinowski unterstützen die Kameraden Jürgen Stöhr und Michael Hilbert den Lehrgang und brachten den Auszubildenden verschiedene Knoten und Stiche bei, führten Fahrzeugkunden durch, bei denen auch die funktionsweisen der verschiedenen Technik erklärt wurde.

Umso weiter fortgeschritten der Lehrgang war wurde dann auch immer mehr in die praktische Anwendung übergegangen und unter anderem der Aufbau eines Löschangriffs, dass aufstellen der verschiedenen Leitern oder der Einsatz hydraulischer Rettungsgeräte beübt.

Nach vier Wochen intensiver Ausbildung ging es am Samstag den 03. Juli zum ernsten Teil über. Zunächst wurde morgens ab 08.00 Uhr – und nach erfolgtem Corona Test (zusätzlich zu dem am Freitag) die schriftliche Prüfung abgelegt – die alle bestanden.

Anschließend galt es, drei Einsatzszenarien unter der fachlichen und prüfenden Aufsicht von Rolf Quasinowski durchzuführen um zu überprüfen, ob die erlernten Inhalte bei allen sicher saßen. Unterstützung kam hierbei noch von Jugendwart Dennis Grafmüller und Saskia Uta Horbank, die bei den Abschlussübungen als Maschinist (Fahrer) und Fahrzeugführer ihren Teil beitrugen.

Gegen 14.45 Uhr war dann alles geschafft und die 10 Teilnehmer hatten ihren Ausbildungslehrgang erfolgreich bestanden. Auf dem Festplatz wurden einige Abschlussfotos erstellt, bevor es gegen 15.15 Uhr auf die Rückfahrt zum Feuerwehrhaus ging, um die Einsatzfahrzeuge einsatzbereit zu machen.

Erster Einsatz kurz nach Bestandenem Lehrgang

Nach dem es bereits ein Novum war, dass in der Freiämter Feuerwehr erstmals ein komplett eigener Lehrgang durchgeführt wurde war es das nächste Novum, dass die Teilnehmer unmittelbar nach Abschluss ihren ersten Einsatz hatten.

Gegen 15.19 Uhr – gerade auf der Rückfahrt ins Feuerwehrhaus – ertönten die Meldeempfänger und auslaufende Betriebsstoffe nach Verkehrsunfall auf der L110 Hintere Höfe wurde gemeldet. Da die Lehrgangsteilnehmer nun als Einsatzkräfte zur Verfügung standen und Einsatzbereit waren, wurde umgehend die Einsatzstelle angefahren.

Vor Ort war es an einem Motorrad zu einem Motorschaden gekommen, was eine mehr als 250 Meter lange Ölspur zur Folge hatte. Mit Bindemittel und Besen ausgerüstet, konnten nun alle ihren ersten Einsatz hinter sich bringen – was mit nicht wenig Stolz geschah!

Später zurück am Feuerwehrhaus wurden die Fahrzeuge gesäubert und alle Geräte kontrolliert, bevor Rolf Quasinowski die ausgebildeten Feuerwehrmänner an Kommandant Frank König übergab und dieser noch einige Worte an alle richtete.

Im Anschluss erhielten 6 der 10 Kameraden ihren Meldeempfänger und können von nun an bei einem Einsatz auch alarmiert werden. 4 der 10 Kameraden erhalten auf Grund ihres Alters den Melder jeweils bei Erreichen des 18ten Geburtstages und stehen dann ebenso für Einsätze zur Verfügung.

Nach den Strapazen des vierwöchigen Lehrgangs ging es im Anschluss zum Florianstüble in Mußbach, wo Karin Stöhr für eine deftige Abschlussmahlzeit gesorgt hatte. Überdies hinaus hatte sie in dem vierwöchigen Lehrgang an bereits 2 Wochenenden für die Verpflegung der Teilnehmer gesorgt, was ein nicht unwichtiger Teil war. Unterstützung erhielt die Feuerwehr von der Bäckerei Gerber, die Butterbrezeln zu vergünstigten Preisen beisteuerte und dem Gasthaus Heidhof, das zweimal mit einem Mittagstisch aufwartete.

Noch ein wichtiger Hinweis, da die Teilnehmer durchweg an jedem Wochenende einem Corona Test unterzogen wurden, zudem fast alle Vollständig geimpft waren wurde auch auf Grund der hohen Temperaturen an den Wochenenden auf das Tragen einer Mund-Nasen-Maske verzichtet.

Es folgen einige Bilder aus dem Lehrgang:

Alle neuen Feuerwehreinsatzkräfte erhielten einen neuen Helm, der das künftige Bild der Feuerwehrfrauen und Männer in Freiamt prägen wird.

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Erklärungen zu verschiedenen Feuerwehrgeräten

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Auch das richtige aufräumen der Geräte muss geübt sein!

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Löschangriff mit drei Rohren - Grundlagenarbeit (und wegen sehr hoher Temperaturen an diesem Tag ohne Jacke)

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Einsatz von Hydraulischen Rettungsgeräten

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Aufbau von Beleuchtungsgeräten

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Eines der wichtigesten aber auch in der Anwendung anspruchsvollsten Geräte der Feuerwehr, die dreiteilige Schiebleiter!

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Und auch mit etwas Anspruch versehen, das besteigen selbiger mit bis zu 12,20 Meter Rettungshöhe nicht ganz ohne!

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Auch nicht ganz ohne die Knoten der Feuerwehr.
Hier zum Beispiel der Halbmastwurf in diesem Fall zum Absichern einer Personen, die eine Leiter hinab steigt.

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Da die Knoten von Feuerwehrleuten alle beherrscht werden müssen, fand zu Beginn jedes praktischen Ausbildungstags die Konotenkunde statt.

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"Höchste konzentration Männer!"
Am Prüfungsmorgen waren alle tief in Ihre Arbeitsblätter versunken.

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Und nach einer Pause und Brotzeit ging es direkt weiter zu den praktischen Prüfungen.
Hier ein Schaumangiff, der auf dem Parkplatz beim Pflegedienst Moser durchgeführt wurde.

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Direkt nach der Übung beim Pflegedienst Moser ging es zu einem angenommenen Waldbrand beim Kurhaus.

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"zweites Rohr Wasser marsch!"

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Das Ausbilderteam am Abschlusstag!
Von links nach rechts:
Dennis Grafmüller, Jürgen Stöhr, Rolf Quasinowski, Saskia Uta Horbank und Michael Hilbert

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Lehrgang für alle Bestanden und alle zufrieden :-)

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Und kurz nach bestandener Prüfung der erste Einsatz auf der L110
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Und fleissig am kehren und Gefahr beseitigen

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Schlagzeilen

Bericht im SWR zum Hochwasser 1987

1987 ereignete sich eine in Freiamt eine Hochwasserkatastrophe, die bis dahin ihres gleichen suchte.

Der SWR Berichtete hierüber am vergangenen Freitag und interviewte in dem Zusammenhang auch unseren ehemaligen und damals aktiven Kommandanten Willi Östreicher.

Den Bericht und das Interview findet ihr hier:

HIER K L I C K E N

Bildquelle; Markus Schillinger, abgedruckt in der "Chronik der Feuerwehr Freiamt" 2015

Rauchwarnmelderpflicht auch in Baden-Württemberg

Rauchwarnmelder retten leben! Im Juli 2013 ist nun auch in Baden-Württemberg eine Rauchwarnmeldepflicht in der Landesbauordnung im Wohnbereich verankert worden. Für neu errichtete Wohngebäude gilt die Regelung ab sofort. Für Bestandsbauten gilt eine Frist zur Nachrüstung bis Ende 2014.